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Netzwerk Demenz Groß-Gerau
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10! Jahre Netzwerk Demenz im Kreis Groß-Gerau

10 Jahre Netzwerk Demenz im Kreis Groß-GerauDas Risiko an einer Demenz zu erkranken, erhöht sich mit zunehmendem Alter. Von Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz sind derzeit rund 1,5 Millionen Männer und Frauen in Deutschland betroffen. Etwa 120.000 der an Demenz Erkrankten haben einen Migrationshintergrund.

Auch wenn der Begriff der Demenz inzwischen in der Öffentlichkeit durchaus präsent ist, sind Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen immer noch mit verschiedenen Formen der Stigmatisierung konfrontiert. Stigma bedeutet für Kranke häufig am Rande der Gesellschaft zu stehen und nicht über ausreichendende Hilfs- und Versorgungsstrukturen zu verfügen.

Dies zu ändern war der Hauptgrund, warum sich Frau Mathilde Schmitz, Geschäftsführung der Alzheimer Gesellschaft Rüsselsheim und Stefanie Steinfeld, Leitung Beratungszentrum der Stiftung Soziale Gemeinschaft Riedstadt 2005 zusammengesetzt haben. Beide waren zu diesem Zeitpunkt bereits aktiv in der Arbeit für demenziell erkrankte Menschen. Und wenn zwei Fachfrauen sich zusammentun, kommt häufig etwas Gutes dabei raus. So geschehen am 28.Juli 2005, denn da trafen sich die Beiden, um über die Idee nach zu denken ein Netzwerk Demenz im Kreis GG zu gründen. Das Ergebnis war eine Projektskizze mit zwei Zielen:

  • „Eine wohnortnahe und frühzeitige Diagnose und Hilfeplanung für Demenzkranke im Landkreis Groß-Gerau“
  • „Schaffung eines Leistungsverbundes zur Sicherung aller ärztlichen, pflegerischen und entlastenden Hilfen, die demenzkranke Menschen und deren Angehörige benötigen“

Es fanden sich schnell viele Verbündete, die diese Ideen mittragen wollten. Eine entscheidende Triebfeder war die Abteilung Soziale Sicherung im Kreis GG selbst. Und so konnte am 20.September 2006 das Netzwerk Demenz im Kreis GG öffentlich implementiert werden.

Heute gehören zum Netzwerk Demenz 64 Organisationen. Darunter sind Fachstellen, Beratungsstellen, ambulante Pflegedienste, teil- und stationäre Pflegeeinrichtungen, Ärzte, Kliniken, Institutsambulanzen, Krankenkassen, Hospizhilfen und Kirchengemeinden sowie weitere soziale und sozialtherapeutische Einrichtungen. Diese unterstützen die Arbeit des Netzwerks in dem sie

  • In der Öffentlichkeit über die Krankheit aufklären, um damit Verständnis und Hilfebereitschaft für Menschen mit Demenz zu fördern
  • Zugänge und Wege zur Integration der Menschen mit Demenz in das Gemeinwesen und in das gesellschaftliche Leben gestalten, um eine höchstmögliche Lebensqualität zu erhalten
  • Die Inanspruchnahme der Diagnostik und der ärztlichen Versorgung forcieren
  • Die Krankheitsbewältigung und Selbsthilfefähigkeit der Betroffenen und Angehörigen durch Schulungs- und Gesprächsangebote unterstützen
  • Den Betroffenen und ihren Angehörigen Beratungs- , Entlastungs-  und Versorgungsmöglichkeiten aufzeigen und sie dabei emotional und fachlich begleiten
  • Medizinische, pflegerische und  psychosoziale Angebote und Initiativen unterstützen, anregen, weiterentwickeln und vernetzen
  • Professionelle und ehrenamtliche Helfer sensibilisieren, qualifizieren und schulen
  • Gesundheit- und sozialpolitische Initiativen zur Verbesserung der Lebenssituationen von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen anregen und weiterentwickeln

Unterschiedliche Zielgruppen werden mit der Arbeit des Netzwerks Demenz angesprochen:

  • Zum einen die Betroffenen selbst und ihre Angehörigen.
    Informationen zum Krankheitsbild, zu den Unterstützungs-  und Hilfemöglichkeiten  und damit eine angepasste und individuelle Hilfeplanung verbessern die Lebensbedingungen für Menschen mit Demenz und ihre Familien. Seminare und Vorträge klären auf, Gesprächskreise ermöglichen den Austausch untereinander.  Ein „Wegweiser Demenz“ zeigt übersichtlich alle Hilfs- und Unterstützungsangebote, eine weitere Broschüre „Demenz im Krankenhaus“ gibt Orientierung in dieser schwierigen Zeit.
     
  • Fachstellen, die sich mit dem Thema Demenz in besonderer Hinsicht befassen sind eine weitere wichtige Zielgruppe.
    Eine Erhöhung der Qualifikation ehren- und hauptamtlicher Fachkräfte durch Schulungen, Vorträge oder Workshops führt zu einer  verbesserten, vertrauensvollen und am Wohl des Kranken orientierten  Versorgung. So bietet das Netzwerk Demenz im Kreis GG kontinuierlich Fortbildungen und Qualifizierungen an.
     
  • Die interessierte Öffentlichkeit ist ebenfalls eine wichtige Zielgruppe des Netzwerks.
    Mittels Vorträgen über Diagnose, Krankheitsverlauf, Therapie- und Umgangsmöglichkeiten von demenziellen Erkrankungen sowie Informationsveranstaltungen wird in der Bevölkerung Verständnis und Hilfsbereitschaft geweckt.

Durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, dem Dialog innerhalb der Institutionen und den sozialpolitischen Gremien war und ist es das Ziel, die Enttabuisierung des Themas „Demenz in unserer Gesellschaft“ voran zu treiben und damit ein Lobby für die Betroffenen zu schaffen. Regelmäßig werden Bedarfe in der Versorgungslandschaft  eruiert und deren Deckung vorangetrieben.

Netzwerk Demenz feiert im Stadtmuseum 10-jähriges Bestehen:

Netzwerk Demenz feiert im Stadtmuseum 10-jähriges Bestehen:

Personen von links: Frau Monika Kaus (1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft), Herr Astheimer (1. Kreisbeigeordneter), Frau Stefanie Steinfeld (Kontaktstelle Süd), Dr. med. Harald Scherk (Ärztlicher Direktor Vitos-Klinik Riedstadt), Mathilde Schmitz (Kontaktstelle Nord), Stefan Sauer (Bürgermeister von Groß-Gerau).

Pressemitteilung vom 7.10.2016
Netzwerk Demenz feiert im Stadtmuseum 10-jähriges Bestehen:
„Erfolgsgeschichte im Kreis“

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Kontaktstelle Nord:

Alzheimer- und Demenzkranken
Gesellschaft Rüsselsheim e.V.

Telefon: 06142 – 21 03 73
>> Kontakt

Kontaktstelle Süd:

Beratungsstelle für ältere Menschen im Südkreis- Riedstadt
Telefon: 06158 - 2579
>> Kontakt

Netzwerk Demenz Groß-Gerau - 10 Jahre - 2006 bis 2016

Weitere Infos zu unserem 10-jährigen Bestehen und zu unserer Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Wegweiser Demenz

Im Kreis Groß-Gerau
>> Download PDF

Beteiligte Organisationen

>> Aufstellung der beteiligten
Organisationen als PDF
zum Download

 

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