Über Demenz Demenz geht uns alle an. Sie ist keine Krankheit von Randgruppen. Sie vollbringt
ihr Zerstörungswerk in den Gehirnen geistig hochstehender Persönlichkeiten
genauso wie im Denkorgan intellektuell einfacher Menschen.
Demenz (wörtlich: der Geist/ Verstand ist weg) ist ein Sammelbegriff für
den Abbau intellektueller Funktionen oder Leistungen oder vereinfacht ausgedrückt:
ein zunehmendes, und im Wesentlichen unaufhaltsames Hirnversagen. Allen Unterformen
der Demenz ist gemeinsam, dass sie zu einem Verlust der Geistes- und Verstandesfähigkeiten,
der Intelligenz führen. Die schwer wiegenden Veränderungen im Gehirn
haben zur Folge, dass Menschen ihre alltäglichen Aufgaben nicht mehr ausführen
können und zunehmend beeinträchtigt sind in ihrer Lebensplanung.
Durch die Abbauprozesse im Gehirn – wodurch sie ausgelöst werden ist
noch weitgehend unbekannt -, durch die Bildung von Plaques (kugelförmige
Eiweißklumpen von Amyloid außerhalb der Nervenzellen), Neurofibrillen
(Ablagerungen aus verklumpten, so genanntem Tau-Protein in den Nervenzellen des
Gehirns), durch die Abnahme der Neurotransmitter im Gehirn, der Botenstoffe und
durch Durchblutungsstörungen im Gehirn kommt es zu massiven Ausfallerscheinungen
und Störungen.
Ein hohes Alter ist Risikofaktor Nummer eins für eine dementielle Erkrankung.
Sie trifft etwa vierzig Prozent aller über Achtzigjährigen. Die Demenz
ist damit in höherem Alter die häufigste Ursache von Pflegebedürftigkeit,
da die Betroffenen in der Folge der Erkrankung auch körperlich abbauen. eine
ungeheure Herausforderung für die öffentliche Gesundheitsvorsorge.
(aus: Weidenfelder, Mit dem Vergessen leben: Demenz)
Weitere Internet-Adressen zum Thema Demenz:
www.alois.de
www.deutsche-alzheimer.de
www.altern-in-wuerde.de
www.alzheimer-forschung.de
www.alzheimerforum.de
www.hirnliga.de
Für die Inhalte der Seiten übernehmen wir keine Haftung!